Kindesunterhalt

Kinder sind bei Scheidungen oft emotional betroffen. Sie müssen sich ggf. auf ein anderes Umfeld einstellen und leben nicht mehr in gewohnter Weise mit beiden Elternteilen zusammen. Das Familienleben wurde bis zur Trennung beispielsweise durch zwei Einkommen finanziert oder durch einen Elternteil allein. Mit dem möglichen Auszug eines Elternteils kann auch den Kindern eine Reduzierung des Lebensstandards drohen.
Spätestens hier stellt sich die Frage nach dem Kindesunterhalt.
Der Kindesunterhalt berechnet sich nach der Düsseldorfer Tabelle. Dabei sind viele Faktoren zu beachten, die den Kindesunterhalt beeinflussen können. Hier kommen insbesondere in Betracht:

  • das Alter den Kindes
  • das Einkommen des Unterhaltspflichtigen
  • der Bedarf des Kindes nach dem Wohnort (Lebensmittelpunkt)
  • das Einkommen des Kindes, etwa aus Berufsausbildung
  • die Sonderbedarfe des Kindes
Im Falle des Einkommens aus selbständiger Tätigkeit des Unterhaltspflichtigen ist das steuerliche Einkommen nicht  mit dem unterhaltsrechtlichen Einkommen gleichzusetzen. Unternehmerische Kosten wie Abschreibungen und dergleichen werden nur zum Teil berücksichtigt, so dass zur Unterhaltsberechnung oftmals ein höheres Einkommen Verwendung findet, als der Steuerbescheid ausweist. Dadurch erwirbt das Kind auch einen höheren Unterhaltsanspruch.

Dies sind nur einige Punkte, die bei der Berechnung des Kindesunterhaltes zu berücksichtigen sind.

Der Kindesunterhalt muss sorgfältig berechnet werden.

Steht einem Kind, vertreten durch den Elternteil, bei dem das Kind wohnt, Unterhalt zu, so sollte dieser auch „festgeschrieben“ werden. Dies nennt man das Titulierungsinteresse des unterhaltsberechtigten Kindes.

Dies bedeutet, dass eine Urkunde beim Jugendamt, eine notarielle Urkunde, ein Unteraltsvergleich oder ein Gerichtsurteil vorliegt, welche/welches den Unterhalt für das Kind festschreibt. Daraus ergibt sich dann die Möglichkeit aus diesen vorstehenden Titeln die Zwangsvollstreckung (bezogen auf das Vermögen des Unterhaltsschuldners) zu erwirken, wenn dieser keinen Unterhalt zahlt.

Der Vorteil liegt unter anderem darin begründet, dass damit jederzeit die Zwangsvollstreckung – auch zum Schutz gegen sich bildenden rückständigen Unterhalt – betrieben werden kann.

Soweit Zahlungen ausbleiben oder sich verspäten können diese Rückstände über den Gerichtsvollzieher eingezogen werden. Darüber hinaus ist die Gefahr, dass ausstehende Unterhaltsschulden verloren gehen, weitestgehend minimiert.
Lassen Sie sich zu all diesen Fragen um den Kindesunterhalt möglichst fachkundig beraten.